Filme
Film

Der Salzpfad

Geschaut am
03.04.2026
Erfasst
03.04.2026 10:23

Erfunden oder nicht?? Pünktlich zur Premiere der Verfilmung von Raynor Winns "Der Salzpfad" kamen Zweifel auf, ob die Geschichte, die sie erzählt, wahr oder nicht ist. Für den Film erstmal vollkommen egal.

Winn und ihr Mann werden obdachlos und laufen den South West Coast Path, um zu sich zu finden. Das Buch hatte ich vor ein paar Jahren gelesen. Es ist … gut, es riss mich mit, hatte einige wirklich schöne Momente.

Deshalb freute ich mich auf die Verfilmung. Auch, weil ich Gillian Anderson und Jason Isaacs wirklich mag.
Auf Rotten Tomatoes kommt der Film recht gut weg. Was er für mich aber überhaupt nicht schafft zu erzeugen ist Atmosphäre. Anderson spielt die Hälfte des Films recht verbittert, Isaacs hat gar keine Persönlichkeit in seinem Charakter. Hier und da kommen ein paar schicke Naturaufnahmen ins Bild – aber insgesamt wirkt der Film optisch einfach sehr nach Greenscreen: alles ist perfekt ausgeleuchtet, hat zu viel Tiefenschärfe, ist zu "poppig" im Bild. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber die Hälfte der Bilder wirkt auf mich künstlich. Auch ist das keine Hommage an den Pfad selbst - dafür ist das zu wenig Naturdoku. Es ist eine Liebesgeschichte, klar. Aber Anderson und Isaacs bleiben irgendwie distanziert.

Ich habe den Film innerhalb der ersten 30 Minuten gut vier oder fünfmal angehalten – nie ein gutes Zeichen bei mir … die permanent schlimme Ausleuchtung und Anderson, die dauernd am Ausnahmezustand der Dramatik spielt waren ein vollständiger Downer.