Star Trek: Strange New Worlds
Serie

Star Trek: Strange New Worlds

S04E07 · Wie Chronitonen durch das Stundenglas

Alle Episoden
Geschaut am
12.09.2026
Erfasst
12.09.2026 10:29

Pike erwacht in einer Seifenoper und ist der Einzige, der bemerkt, dass etwas anders ist. Diesmal eine extrem kurze Episode, fällt auf.

Hasst mich, aber ich fand Strange New Worlds S04 F07 richtig gut … im Gegensatz zur Film Noir-Episode war die Soap Opera hier nicht nur Gimmick, imho.

Endlich eine Pike-Episode in der Anson Mount mal wieder was zu bekommen tut, nachdem er in den letzten Episoden eigentlich immer nur eine Nebenrolle hatte. Und Mount ist hier in komödiantischer Höchstform. Liebe alles an seiner Verzweiflung ob der absurden Situation in der er ist …

Ansich eine coole Idee. Aber die permanente Übertreibung hier strengt dann nach einer Weile – mich als Nicht-Soap-Fan – durchaus an, weil man ja nicht nur in einer Seifenoper ist, sondern auch in der Überhöhung der Seifenoper. Also doppelt schmerzhaft, eigentlich. Dass die Space Opera Star Trek mal eine echte Soap Opera ist, ist hingegen nur folgerichtig.

Q / Trelane ist zurück – uns Zuschauern offenbart er sich, innerhalb des Universums tut er es nicht und bleibt damit im Canon; und die Art wie er agiert und der Redcon, der hier gemacht wird geht für mich vollkommen klar, weil er damit auch TNG-Q's Interesse an der Enterprise D erklärt.

Sybok ist wieder da, nachdem er uns Ende Staffel 2 versprochen wurde – oder auch nicht. Während ich mich noch in der Episode fragte, weshalb Sybok auch von Ethan Peck gespielt wird, erklärt Spock es am Ende und ich kann das okay finden. Dass ausgerechnet wieder Spock "in Gefahr" ist, nervte ein bisschen. Aus Sicht der Geschichte ist aber verständlich, wieso Q/Trelane ihn aus dem Spiel nahm.

Auch wenn das Ganze hier über-dramatisiert ist – wie es die Storys von Pike, Orthegas und M'Benga voranbringt ist super. Endlich kommen wir auch mal wieder auf Orthegas Trauma aus der Gorn-Zeit zurück (wobei ich mich frage, weshalb M'Benga fragt, wieso Orthegas nicht zu ihm kam, wenn es doch klar ein Job des anwesenden Schiffs-Counselor gewesen wäre).

Die Szene mit Pikes Tochter ist herzerwärmend. „Wir vergessen Details, aber nie die Gefühle“ „Wenn wir eine Person betrauern, dann betrauern wir die verlorene Zukunft mit ihr“

Pikes Verlust dieser Zukunft – vor allem seiner Tochter – aus dem Staffel 3-Finale wiegt doppelt auf ihm, weil er weiß, dass er sie nie nachholen wird können. Auch nicht mit jemand anderem. Mit Patells Verlust hat er nicht nur die Frau seines Lebens, sondern auch eine mögliche Tochter verloren. Und während er Maries Verlust so rasch akzeptieren konnte, verdrängte er den Verlust seiner Tochter.